
Da die dreiteiligen S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 420 zu den olympischen Spielen 1972 in München eingeführt wurden, bezeichnet man sie oft auch als Olympia-Triebwagen. Mit der Thyristor-Anschnittsteuerung betrat die DB damals technisches Neuland. Da die Leistung von 2400 kW auf alle zwölf Achsen übertragen wurde, wiesen die mit Tatzlagerantrieb ausgestatteten Dreiteiler eine sehr gute Beschleunigung auf. Den drei Prototypen folgten acht Bauserien, bei denen geringfügige Änderungen einflossen. mehr…

Die Baureihe 66 gehört dem Neubaudampflokprogramm der Deutschen Bundesbahn (DB) an und sollte die Baureihen 64 und 78 ersetzen. 1955 ließ die Deutsche Bundesbahn (DB) bei Henschel trotz der gelungenen Konstruktion nur zwei Exemplare fertigen. Die 1170 PS starken und vorwärts wie rückwärts 100 km/h schnellen Zweizylinder-Loks verfügten über gute Laufeigenschaften bei höheren Geschwindigkeiten, eine leistungsfähige Kesselanlage und waren für den wirtschaftlichen Betrieb optimiert. Trotzdem kam es mehr…

Zur Ablösung von lokbespannten Reisezügen im Schnellzugdienst beschafften die Schweizerische Bundesbahnen SBB 1959 sechs Vorserienexemplare des elektrischen Triebwagens RBe 4/4. Die etwas ruppig arbeitende Stufenschaltung brachte den Vierachsern den Spitznamen „Schüttelbecher“ ein. Die 76 ab 1963 gebauten Serienwagen stattete man mit einer Befehlsgebersteuerung aus, die harmonischere Schaltvorgänge ermöglichten. Da im Lastenheft die Beförderung von mindestens drei Wagen gefordert wurde, mehr…

Zwischen 1989 und 1996 ließen die Italienischen Staatsbahnen FS 175 Exemplare der Ellok E652 für den schweren Reise- und Güterzugdienst bauen. Um die enge Kurven aufweisenden Strecken nicht über Gebühr zu belasten führte man die Lok mit drei Drehgestellen aus, in denen jeweils ein Motor die beiden Achsen antreibt. Die 5100 kW starken Sechsachser erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Im Laufe der Jahre bewährte sich die E.652 als robuste und vielseitige Lokomotive und ist bis heute mehr…

Zwischen 1963 und 1993 beschaffte die Polnische PKP 1412 Exemplare des dreiteiligen Elektro-Triebzuges EN57 für das 3kV-Gleichstromnetz. Die vier im Mittelwagen sitzenden Fahrmotoren leisten 580 kW und beschleunigen den Zug auf 110 km/h. Die technisch weitgehend identischen Bauserien unterscheiden sich äußerlich zum Teil erheblich. Nach 20 ab Werk als Vierteiler gelieferten und als EN71 bezeichneten Triebzügen baute die PKP 30 weitere zu Vierteilern um. Hersteller Pafawag exportierte EN57 ins mehr…

Zwischen 1958 und 1960 beschaffte die Dänische Staatsbahn DSB 16 Exemplare der dieselelektrischen Baureihe MT bei Frichs. Als Dieselmotor wählte man den 361 kW starken (bei 1400 1/min) 12-Zylinder-Viertaktmotor 820B von Mercedes ohne Turboaufladung, der die Energie für die Fahrmotoren erzeugt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und einer Achslast von nur 52,1 t wurden die vierachsigen Drehgestellloks vor leichten Reise- und Güterzügen vorwiegend auf Nebenstrecken eingesetzt. Die mehr…

Für ihre 1,5kV-Gleichstrom-Strecken beschafften die Französischen Staatsbahnen SNCF zwischen 1976 und 1985 insgesamt 237 Exemplare der Ellok BB 7200. Die mit zwei TAB-674-Motoren ausgestatteten Vierachser leisten 4040 kW, erreichen 160 km/h und befördern Reise- und Güterzüge. Die BB 7261 – 7263 wurden für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ertüchtigt. Über Jahrzehnte prägten die BB 7200 das Bild des französischen Fern- und Regionalverkehrs. Mit der zunehmenden Modernisierung und dem Ausbau mehr…

Zwischen 1978 und 1981 beschaffte die französische SNCF nochmals 40 Exemplare zweiteiliger Triebwagen, die als X4750 EAD eingereiht wurden. Im Gegensatz zu den Vorgänger-Baureihen arbeitet ein Saurer-S1DHR mit einem hydraulischen Getriebe zusammen. Der mit 412 kW erheblich stärkere Sechszylinder-Reihenmotor beschleunigt den Zweiteiler auf 140 km/h, was für größere Kraftreserven im Betrieb sorgte und die Haltbarkeit der Antriebskomponenten erhöhte. Bei einigen Wagen verbesserte man bereits in mehr…

Die Dänischen Staatsbahnen DSB entwickelten mit dem Deutschen Lokhersteller Henschel die 1’C-Schlepptenderlok Class D. Insgesamt 100 Exemplare der Nassdampf-Güterzuglok verließen zwischen1902 und 1922 die Werkshallen. Die 430 kW starken Dreikuppler erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Nach guten Erfahrungen mit den in Heißdampftechnik bzw. mit größeren Kesseln ausgelieferten Loks der 2. und 3. Bauserie entschied die DSB alle Loks der 1. Serie auf Heißdampftechnik umzubauen. mehr…

Als Ende der 1990er-Jahre die DB AG ihre Triebfahrzeug-Baureihen den neu eingeführten Geschäftsbereichen DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo zuteilte, schlug man die mit Dampfheizung ausgestatteten 215 DB Regio zu. Während DB Regio nur wenige 215 benötigte, DB Cargo aber Bedarf zum Ersatz vieler zur Hauptuntersuchung anstehenden 216 hatte, beschloss man, bei Regio überzählige 215 an DB Cargo zu verkaufen und durch Ausbau des Heizkessels und Einbau eines Vorwärmgerätes für weitere Jahre im mehr…